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Panamericana

Abenteuer zwischen Alaska und Feuerland

Aus der amazon.de Redaktion

Von den bizarren Weiten der Arktis Nordkanadas über Wüsten, neongleißende Städte, tropische Dschungel und endlose Pampas bis zu den sturmumtosten Fjorden in Südchile – ein größerer Reichtum an Klimazonen, Landschaftsformen und Kulturen ist kaum vorstellbar. Während ihrer Fahrt von Alaska nach Feuerland haben der Fotograf Peter Gebhard und der Autor Wolf Alexander Hanisch diese Fülle an Eindrücken auf begeisternde Weise verarbeitet. Herausgekommen ist ein Buch, das in 13 Reportagen von unterschiedlichen Gegenden und Lebenswelten Amerikas erzählt. Vom traurig stimmenden Alltag der Inuit am Polarmeer über die schrulligen Ufo-Jäger in der Wüste Nevadas bis zu den gottesfürchtigen deutschstämmigen Mennoniten in Mexiko; vom karibisch-geheimnisvollen Archipel Bocas del Toro in Panama über das wilde Leben der illegalen Goldgräber Venezuelas bis zu den grandiosen, von Feuer und Eis geformten Landschaften Patagoniens.

Hanischs Texte sind brillant geschriebene Reportagen, lebendig und präzise zugleich, mit Sinn für Dramatik wie für leise Töne. Peter Gebhard Fotos sind dazu die kongeniale Ergänzung: Anstatt lediglich zu illustrieren, erfasst er immer wieder aufs Neue die ganz eigentümlichen Stimmungen dieser so verschiedenen Welten – seien es das überbordende Leben von Mexiko-City, die Weltentrücktheit der panamaischen Küste, die undurchdringliche Weite des brasilianischen Amazonas oder die schwindelerregenden Bergflanken der Anden.

Besonders großes Interesse haben die beiden Autoren an den Menschen, denen sie unterwegs begegnen. Mit Neugier, Fingerspitzengefühl und dem Blick für das Wesentliche zeichnen sie in Text und Bild eindringliche Porträts. Jede Reportage und jede Fotografie von Gebhard und Hanisch sind Liebeserklärungen an die Vielfalt des amerikanischen Kontinents.

43.472 Kilometer, 16 Länder, von 35 m unter dem Meeresspiegel bis hinauf auf über 5000 Meter. Das ist die Panamericana-Bilanz des renommierten Fotografen Peter Gebhard. In zahlreichen Reisen und Abstechern hat er diese von vielen als „schönste Straße der Welt“ bezeichnete Route intensiv kennen gelernt. Auf seinem Trip von der kanadischen Arktis über tropische Dschungel bis hin zu den sturmumtosten Fjorden von Feuerland begegnete er Inuit am Polarkreis, Ufo-Forschern in der Wüste von Nevada, Mennoniten und Maya-Schamanen in Mexiko, Goldgräbern am Amazonas und der Männerwelt der patagonischen Gauchos.

Überhaupt die Menschen. Auf ihnen liegt -- neben großzügigen Landschaftsaufnahmen -- der Fokus in diesem faszinierenden Bildband. Und das spiegelt sich nicht nur in gelungenen Porträts wider, sondern auch in den tief greifenden Texten, die Reisepartner Wolf A. Hanisch in insgesamt 13 feinfühligen und sozialkritischen Reportagen beisteuert. So erfährt der Leser wesentlich mehr über die traditionellen und zuweilen schwierigen Lebensbedingungen einzelner Kulturen als über erlebte Reiseanekdoten, konkrete Routenplanungen oder Streckenbeschreibungen. Als Reisehandbuch zum Nachfahren ist das Buch daher kaum geeignet.

Das ist bei der Panamericana ohnehin schwierig, schließlich handelt es sich nicht um eine einzige Route, sondern vielmehr um ein weit verzweigtes transkontinentales Straßensystem. Das Team Gebhard/Hanisch hat sich für die in vergleichbaren Publikationen eher selten beschriebene Strecke über Caracas und Manaus nach Cusco entschieden. Auch wenn dadurch Kolumbien, Ecuador und der Großteil Perus keine Erwähnung finden, profitiert der Leser dennoch von dieser Routenwahl. Kommt er doch so in den Genuss von spektakulären Bildern der unerschlossenen Tafelberge Venezuelas, den anarchischen Zuständen in illegalen Goldminen des Regenwaldes und extrem feierfreudiger Brasilianer. Angenehm ist übrigens auch, dass der Sponsor Volkswagen auffällig unauffällig und selten durchs Bild rollt. -- Christian Haas.

29,90 €

Bildband, Verlag Frederking & Thaler (München 2005), 224 Seiten, 227 Farbfotos, gebunden mit Schutzumschlag, 245x295mm